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Pfandbriefrenditen weiter im Aufwind?

Christian Walburg

Christian Walburg

Verband deutscher Pfandbriefbanken

Pfandbriefrenditen waren in den letzten Wochen ebenso wie die Renditen von Bundesschuldverschreibungen im Aufwind.

Nach längerer Durststrecke um die 2,5% kletterten die Renditen 7- bis 10-jähriger Pfandbriefe von Oktober bis Mitte Dezember auf etwa 3,1% und erreichten damit ihr höchstes Niveau 2025 (linke Grafik). Der Renditeaufschlag wird maßgeblich vom Bund-Swapspread getrieben. Jüngst führte der relative Anstieg von Bund- gegenüber Swaprenditen zu einem niedrigeren Renditeaufschlag von Pfandbriefen über Bundesanleihen (Grafik rechts). Die zu erwartenden, steigenden staatlichen Emissionsvolumina lassen für 2026 grundsätzlich eine graduelle Underperformance von Bunds vs. Swaps vermuten. Die Widerstandsfähigkeit der Pfandbriefspreads könnte zu Beginn des Jahres durch weiter anziehende Bundrenditen getestet werden. Marktbeobachter erwarten dann weiterhin niedrige oder leicht sinkende Renditeabstände von Pfandbriefen gegenüber Bundesanleihen.